22. September 2016
Orang-Utans Leonies und Teresas im-kehje-sewen-wald

Leonies und Teresas Freund­schaft im Kehje Sewen Wald

Erst kürz­lich haben drei Mitglieder unseres Moni­to­ring-Teams- Jani, Usup und Rizal den Wald­ab­schnitt Sieben im Nles Mamse Camp über­wacht, als sie auf Leonie und Teresa gestoßen sind — zwei weib­liche Orang-Utans, die im September und Dezember 2015 ausge­wil­dert wurden. Das war ein echter Glücks­fall für unser Team. Denn beide „Wald­men­schen“, waren seit der Auswil­de­rung über eine große Entfer­nung gewan­dert, so dass es schwierig geworden war, ihnen zu folgen.

Das Team erreichte den Wald­ab­schnitt sehr früh und sich­tete Leonie sogleich beim Aufwa­chen in ihrem Nest. Sie schien sofort großen Hunger zu haben, da sie in Null­kom­manix aus ihrem Nest klet­terte und den Wald­boden nach Essen absuchte.

Leonie wachte in ihrem Nest auf
 

Als das Team Leonie beob­ach­tete, tauchte Teresa aus ihrem nahe­ge­le­genen Nest auf und gesellte sich zu ihrer Artge­nossin. Auch sie hatte scheinbar einen gesunden Appetit und genoss es, mit Leonie Sprossen zu früh­stü­cken. Beide wirkten harmo­nisch mitein­ander und kümmerten sich um ihre eigenen Ange­le­gen­heiten — fried­lich und ohne Unterbrechungen.

Nachdem beide ihr Früh­stück beendet hatten, klet­terten sie zusammen einen Baum hinauf und machten sich auf eine Entde­ckungs­reise durch den Wald, mit Pausen in denen sie z.B. Wald­früchte naschten.

 
Leonie

Beide schwangen sich sehr gekonnt von Baum zu Baum. Nun manchmal klet­terten sie wieder herunter, um ein Paar Sprossen zu essen.

Das Paar setzte seine Klet­terei durch die Land­schaft fort, bis die Abend­däm­me­rung einsetzte.

Unser Moni­to­ring-Team folgte ihnen noch ein Stück, musste dann aber aufgrund der heran­na­henden Nacht und des immer dichter werdenden Dschun­gels abbrechen.

Für diesen Tag war also Schluss für unser Team. Wir sind aber sehr glück­lich, dass wir die beiden Orang-Utan-Damen so ausge­lassen und fröh­lich herum­klet­tern beob­achten konnten. .

Am darauf­fol­genden Tag, holten die drei Ranger Leonie und Teresa von neuem ein. Wie am Tag vorher, machten beide wieder alles gemeinsam, wie unzer­trenn­liche Freunde. Aller­dings mussten wir einen gewissen Abstand halten, da beide Anzei­chen ihres Unmuts zeigten, wenn sie die Präsenz unseres Teams bemerkten.

Wir freuen uns riesig, dass Leonie und Teresa so gut in ihrer neuen Heimat zurecht­kommen, wohlauf sind und sich bester Gesund­heit erfreuen.

 

 

 

2016 feiert BOS Deutsch­land sein 15-jähriges Jubi­läum. Das sind 15 Jahre erfolg­rei­cher Einsatz für den Erhalt der Orang-Utans und ihrer Habi­tate! Noch so viele Orang-Utans warten auf den Tag ihrer Auswil­de­rung. Schenken Sie Frei­heit! Helfen Sie uns dabei, diese wunder­baren Tiere auf die Reise zu schicken.