27. Juli 2016
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Angely genießt ihr Leben im Kehje-Sewen-Wald

Orang-Utan-Weib­chen Angely wurde im September 2015 ausge­wil­dert. Seit sie ein Jahr alt war, lebte sie in Samboja Lestari und konnte nach sechs Jahren Reha­bi­li­ta­tion nach Kehje Sewen in die Frei­heit entlassen werden. Das BOS-Team konnte sie nun wieder aufspüren und beob­achten. Angely hat sich sehr gut in ihrer neuen Heimat einge­lebt und scheint in der Brot­baum­frucht ihre Lieb­lings­speise gefunden zu haben.

Wenn sie am Morgen ihr Schlaf­nest verlässt, geht sie direkt auf Nahrungs­suche. Fündig geworden, verbringt sie mit ihren Mahl­zeiten Stunden auf den Bäumen. Wir brau­chen uns also keine Sorgen zu machen; Angely zeigt uns, dass sie sehr gut für sich selbst sorgen kann.

Nach dem Essen zieht sie sich tiefer in den Wald zurück, wobei sie sich ausge­spro­chen flink und geschickt bewegt. Manchmal muss sich unser Team ziem­lich anstrengen, um ihr folgen zu können. Kurze Sprinte durchs Unter­holz sind nicht selten, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Umso mehr freut es das Team, wenn Angely am Mittag eine Pause einlegt und ein Nicker­chen in den Baum­wip­feln hält.

Ihr Nest für die Nacht beginnt sie in der Regel schon am Nach­mittag gegen halb fünf zu bauen, da in den Tropen die Sonne recht früh unter­geht. Uns hat übri­gens wirk­lich beein­druckt, dass sie ihr Früh­stück für den nächsten Tag vorbe­reitet, indem sie Feigen sammelt und diese in ihrem Nest lagert. Sobald die Sonne aufgeht, labt sie sich an diesem Vorrat, bevor sie das Nest verlässt und in den neuen Tag startet.

 

 

 

Einen ausge­wil­derten Orang-Utan wie Angely so selbst­ver­ständ­lich im Kehje-Sewen-Wald zu sehen, ist herz­er­wär­mend und ermu­ti­gend. Wir hoffen, dass ihr noch viele weitere Orang-Utans in die Frei­heit folgen werden.

 

 

 

 

Quelle: PRM team in Camp Nles Mamse, Kehje Sewen Forest

2016 feiert BOS Deutsch­land sein 15-jähriges Jubi­läum. Das sind 15 Jahre erfolg­rei­cher Einsatz für den Erhalt der Orang-Utans und ihrer Habi­tate! Helfen Sie uns, ein neues Baby­haus zu bauen, damit wir auch zukünftig trau­ma­ti­sierte Waisen aufnehmen und ihnen wieder Gebor­gen­heit und Zukunft geben können.